Patagonien

Patagonien ist eins dieser Gebiete, wo man schon alleine wegen des Namens einmal hin will. Es klingt abenteuerlich, weit und schön. Zwei Millionen Einwohner auf einer Fläche, die so groß ist wie Europa – wenn das nicht die Fantasie anregt. Floris hat einen achttägigen Roadtrip durch Patagonien unternommen und kam mit fantastischen Bildern zurück, die unserer Winterkollektion einen noch besonderen Touch verleihen.

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Floris: „Unsere Kampagne für den Winter! Der Wildlederstiefel ist eines unserer Meisterstücke für diese Saison. Ein einfacher Stiefel mit einem minutiösen Finish. Die Details der Polsterung an der Naht, der leicht gehämmerte Sohlenrand, das neue superweiche Kalbsleder, das leicht geölte Wildleder: alles passt perfekt. Der große gelbe Farbtupfer sorgt für den Finishing Touch. Er entsteht, indem eine gelbe Farbkapsel in der Sohlengussform aufgeht. Wenn Sie diesen Stiefel kaufen sollten, empfehle ich Ihnen, ihn sich zu Hause einmal richtig gut anzuschauen! Floris.”

Auf einem Gletscher ist es, als würde man bei einem Riesen auf dem Schoß sitzen. Einfach mal in direktem Kontakt sein mit der gewaltigen Schönheit von Mutter Natur. Und wahrscheinlich mache ich dann auch ein kleines Instagram-Video für den Sponsor dieser Reise... Äh, Moment, das bin ich ja selbst. Na ja, Sie wissen schon, was ich meine...
Die Kinder lieben es, auf der Straße mit Kreide zu malen… Aber räumt ihr danach auch wieder auf?
Wir schleppen immer einen Koffer mit den neuesten Schuhen mit, um von ihnen Produktfotos zu machen. Hicham ist der beste „Schuhfluffer“ in ganz Holland.
Als wir mitten in der Wildnis auf dem Basislager an diesem Gletscher ankamen, haben wir erstmal einen Willkommenstrunk mit ein paar groben Eiswürfeln drin bekommen. Drei Mal dürfen Sie raten, wo das Eis herkam…
So sieht jemand mit Höhenangst aus, wenn er auf einem 100 Meter hohen Felsen steht.
Man kann die Menschheit in zwei Gruppen unterteilen: Die einen hoffen, dass es gutgehen wird und die anderen hoffen, dass es schiefgeht. Und ich filme das Ganze natürlich, in der Hoffnung, dass alles gutgehen wird – ist ja klar!
Das entspricht genau meiner Vorstellung von einem Roadtrip. Eine Terrasse, eine leere Landschaft, entspannte Leute und ein großer Becher Kaffee.
Die Fotos sprechen vielleicht eine andere Sprache, aber tatsächlich laufe ich nicht die ganze Woche nachdenklich in einem schicken Anzug in der endlosen Weite herum. Ich bin vor allem eine Woche lang damit beschäftigt, mich an den unmöglichsten Orten umzuziehen.
Es bleibt eine Gewissensfrage… Nach wie vielen Stunden Autofahrt durch diese Art Landschaft ist es ok, dazu überzugehen, eine Netflix-Serie auf dem Handy zu gucken? (Ich habe zwei Staffeln “Gomorra” hintereinander weg geguckt. Als wir nach über einer Woche in Buenos Aires ankamen, war ich 100 % überzeugt, dass ich ein knallharter Mafiaboss bin.)
In dieser mobilen Kaffeebar haben wir unterwegs einen Kaffee getrunken. Mein Kaffee kam in einem… halten Sie sich fest… essbaren Becher! Der war aus einem festen Kuchen und mit einer Schokoladenglasur überzogen. Das Beste überhaupt.
Das war echt genial. Ein Cappuccino in einem Becher aus Kuchen und Schokolade.
Auf der Suche nach schönen Locations. Hier sind wir bis ganz nach oben auf den Berg gekraxelt, bis zum Baum hin gehiked, nur um dann festzustellen, dass ein Fotoshooting hier nicht funktionieren würde.
Bei uns in Tilburg ist die Natur wirklich schön, aber das hier ist nochmal was ganz anderes.
Roadtrip!!! 1800 Kilometer Strecke gemacht und trotzdem nur einen Bruchteil von Patagonien gesehen.
Winter-Shoots sind immer EISKALT. Während die Crew sich in ihre Thermokleidung einmummeln kann, geben sie mir in meiner schicken Klamotte lauter Anweisungen. Und nach den Fotos wird auch noch gefilmt!
Unsere bisher längste Reise zu einer Location. Vom Fischerdorf Puerto Natales sind wir neun Stunden mit dem Boot und dem Auto gefahren und danach noch eine Weile gehiked, bis wir im Basislager mitten in der Wildnis ankamen.
Ich hätte das Briefing vorher aufmerksamer lesen sollen… Um zu der Location zu kommen, mussten wir anderthalb Stunden durch sumpfiges Gebiet wandern. Ich habe beharrlich daran festgehalten, dass ich keine nassen Schuhe hatte. Bessere Schuhe gibt es einfach nicht.
Offroad hiken über so viel Moos und Vegetation ist ungefähr so, als würde man anderthalb Stunden lang über richtig dicke, nasse Matratzen laufen.
Gruppenbild! Unterwegs mit der besten Crew der Welt . (Es flog gerade ein Condor über uns hinweg, deshalb waren wir kurz abgelenkt...)
Unser Koch auf dem Übernachtungsboot am Gletscher. Irgendwann war auf einmal ein lautes Stöhnen aus der Kombüse zu hören. Mit hochrotem Kopf kam der Koch heraus, um sich zu entschuldigen. Sein Bruder hatte ihm eine Playliste für seinen MP3-Player zusammengestellt und als Scherz Porno-Sounds zwischen den Songs eingebaut.
Auf den eigenen zwei Beinen gelangt man an so manch schönen Ort.
Mein Kryptonite... HUNDE!

Video

Floris: „Neben den Fotos drehen wir jedes Mal auch einen Wahnsinnsfilm. Die Stunts mache ich alle selbst! In Nepal mit einem Pferd über eine Hängebrücke reiten, auf der Ladefläche eines Trucks durch Tansania düsen, in Alaska auf Suppendosen schießen, zwischen wilden Rentieren in Lappland posieren, viel zu dicht am bröckeligen Rand eines aktiven Lavasees in Äthiopien herumlaufen oder, wie für diesen Film, auf einem tibetischen Klostergelände Motorrad fahren – ich mache das alles, ohne mit der Wimper zu zucken. Dieser Typ hier ist der Tom Cruise des niederländischen Schuhhandwerks!"

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