Turkmenistan

Floris: „Ohne Zweifel das verrückteste Land, das ich je bereist habe. In den letzten 30 Jahren haben zwei Präsidenten (eigentlich Diktatoren) hier so ziemlich allem ihren kreativen Touch verliehen. Auch haben sie sich wahnsinnige Gesetze ausgedacht (unter anderem wurden Goldzähne, Opern, Autoradios, das Nachtleben und Make-up für TV-Moderatoren verboten) und lauter eigenartige Gebäude, Städte und Denkmäler gebaut, meistens um ihren eigenen Ruhm zu zelebrieren. Ich bin immer noch ganz verwirrt...“

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Floris: „Hier ist unsere Frühling/Sommer 2020 Kampagne mit der brandneuen "NOPPI"-Sneaker-Linie. Der absolute Favorit bei unseren Designern! Super modern, mit einer schönen leichten, aber voluminösen Sohle und einer mit vielen Noppen versehenen Laufsohle. Achtung an alle jungen Väter beim Tragen dieses Schuhs: Wenn Duplo-Bausteine auf dem Boden liegen, ist man im Nu einen halben Meter größer..."

Der "Neutralitätsbogen" ist 75 Meter hoch, wurde mitten in der Hauptstadt errichtet und vom vorherigen 'Präsidenten' aufgestellt, der sich mit einer 7 Meter hohen Statue auf der Spitze selbst verewigt hat. Der heutige 'Präsident' ließ das Denkmal demontieren und am Stadtrand neu aufbauen.
Der Darvaza "Gaskrater". Eine eingestürzte Erdgasquelle, die schon seit 50 Jahren brennt. Es sieht aus wie eine Art Einkaufsgalerie ohne Geschäfte, aber mit einer Menge Feuer. Ich sage unserem Führer: "Meine Freunde nennen mich manchmal den 'Gasschöpfer'."
Zwanzig Meter von der Stelle entfernt, an der wir unsere Zelte in der Yangykala-Schlucht aufgeschlagen haben, sind diese schönen Pastellbilder in der Morgensonne entstanden.
Aschgabat, die Hauptstadt Turkmenistans. Schneeweiß, vollkommen verlassen und echt eigenartig.
Klar laufe ich 15 Mal am sich aufbäumenden Achal-Tekkiner Pferd vorbei. Soll ich vielleicht auch noch meinen Kopf in das Maul eines Löwen halten?
Nach Costa Rica und Tibet durfte ich auch hier nochmal für Vidematerial aufs Motorrad steigen. Einziges Problem ist, dass ich gar nicht Motorrad fahren kann. Schon gar nicht auf Sandwegen und mit einem kaputten Getriebe. Was für ein Schauspiel...
Die Lobby unseres Hotels. Während unserer Roadtrips campen wir auch gerne mal so richtig oldschool irgendwo im Freien. Einen Plan gibt es dafür nicht - einfach irgendwo parken und fertig.
Auf unseren Fotoreisen dauert ein Arbeitstag oft nicht länger als 20 Minuten. An diesem Tag sind wir nur durch trockene Ebenen gefahren. Kurz vor Sonnenuntergang wurde es dann aber plötzlich richtig schön, mit süßen Dromedaren und so.
Aschgabat ist der Weltmeister, wenn es um abgefahrene Monumente geht. Und davon haben sie so einige.
Meine Crew! Die Männer, die alle halbe Jahr zu mir kommen und ans Ende der Welt reisen, egal, bei welchem Wetter.
Ein weiteres Highlight auf unsere Reise: Die Erkundung der örtlichen Supermärkte und das Entdecken der verrücktesten lokalen Snacks. Der beste Snack in Turkmenistan: Neongelbe Käsechips, die nach Tschernobyl schmecken.
Mein Hotelzimmer während unseres Roadtrips. Unser Tourguide hatte die Zelte vergessen...
Yangykala Canyon, der Grand Canyon, aber in Pastellfarben.
Man kann mich vor die größten Weltwunder setzen - sobald ein Hund vorbeikommt, vergesse ich alles andere um mich herum. SIEH NUR! EIN HUND!!
Besuch beim Züchter von Achal-Tekkiner Pferden, dem Landessymbol Turkmenistans.
Improvisieren ist nicht immer einfach, besonders wenn man nicht weiß, was als nächstes passieren wird. Trotzdem ist es das Beste, keinen festen Zeitplan oder irgendwelche Storyboards zu erstellen. Einfach mit dem Strom schwimmen! So Gott will!
Wildes Campen mitten im Yangykala Canyon fühlt sich ein bisshcen so an, als würde man mitten im Berliner Pergamonmuseum sein Zelt aufschlagen.
Abgesehen vom Yangykala Canyon gibt es in Turkmenistan, was die Natur angeht, nicht so viel zu sehen. Es ist flach wie ein Pfannkuchen, völlig trocken und leer.
Wir sind gerade durch Nisa gelaufen, eine wichtige Stadt entlang der Seidenstraße. Erbaut: 300 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Stellen Sie sich das mal vor... Der Putz bröckelt zwar schon hier und da, aber ansonsten eine wunderschöne Stadt!

Video

Floris: „Neben den Fotos drehen wir jedes Mal auch einen Wahnsinnsfilm. Die Stunts mache ich alle selbst! In Nepal mit einem Pferd über eine Hängebrücke reiten, auf der Ladefläche eines Trucks durch Tansania düsen, in Alaska auf Suppendosen schießen, zwischen wilden Rentieren in Lappland posieren, viel zu dicht am bröckeligen Rand eines aktiven Lavasees in Äthiopien herumlaufen oder, wie für diesen Film, auf einem tibetischen Klostergelände Motorrad fahren – ich mache das alles, ohne mit der Wimper zu zucken. Dieser Typ hier ist der Tom Cruise des niederländischen Schuhhandwerks!"

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